Am 15. August ist der internationale Tage der Honigbiene. Die Honigbiene gibt es bereits über 40 Millionen Jahre auf der Erde. Man sagt sie ist überlebenswichtig für Mensch und Natur. Ohne sie wäre unser Planet kalt und grau. Für 1 kg Honig müssen 350 bis 400 Bienen täglich sechs Wochen lang arbeiten. Sagenhafte 250 Milliarden Euro beträgt der Gegenwert ihre jährliche Bestäubungsleistung. Also lassen wir die Honigbiene hoch leben und feiern wir sie so oft als möglich.
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Ist Euch beim Blick auf die WebCam auch schon aufgefallen, dass in warmen Sommernächten sehr viele Bienen vor dem Flugloch am Flugbrett sitzen? Für mich stellt sich die Frage: Was hat das zu bedeuten? Die Wärme kann es ja nicht sein! Die Temperatur beträgt oft nur 14 bis 18 Grad Celsius.
Es ist 21:45 Uhr und stockfinster. Dennoch sitzen die Bienen vor dem Flugloch.
Wenn Ihr dafür eine Erklärung habt, würde es mich freuen, wenn Ihr mir einen Kommentar hinterlasst.
Es ist jedoch kein Flugbetrieb selber zu erkennen.… und das betrifft nur die großen Ableger. Bei den Kunstschwärmen ist nichts zu beobachten.
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Im Juli wurde es bei den Bienen schon ruhiger. Trotzdem sich meine beiden ersten Kehrwschwärme prächtig entwickelt haben, brauchte ich keine Angst mehr haben, dass diese einen Umzug planten. Die Schwarmzeit geht mit Sonnenwende stark zurück und haben die Bienen genug Platz in der Beute, droht keine Gefahr mehr.
Man merkt auch nach Sonnenwende, dass die Lust Mittelwände auszubauen deutlich nachlässt. Am Status der äußeren Mittelwände ändert sich die letzten Wochen kaum etwas.
Ende Juli ist auch die Zeit der Varroa-Diagnose. So hatte ich auch in der letzten Woche mit der Diagnosewindel den aktuellen Status überprüft und Euch in einem eigenen Blogbeitrag darüber berichtet. Die Diagnose ergab keine Belastung bei den Kunstschwärmen und eine sehr geringe Belastung bei den Ablegern. Somit war für mich klar, dass keine Behandlung notwendig ist.
Der Juli stand bei mir im Zeichen der Technik. So gelang es mir nicht nur die zweite WebCam online zu nehmen, sondern Euch auch technische Daten wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Gewicht in Echtzeit im Blog anzuzeigen. Dazu braucht Ihr Euch nur im Menü umsehen. Teilweise stärkere Gewichtsveränderungen sind das Resultat einer eingeschobenen Diagnosewindel oder basieren aufgrund von Futtergabe.
Ansonsten war der Monat Juli für mich als Jungimker eher unspektakulär. Es wird auch schön langsam Zeit die Bienen auf den Winter einzustimmen. So habe ich auch bereits begonnen etwas einzufüttern. Vor ca zwei Wochen bei den Kunstschwärmen, da waren es in der Zwischenzeit ca drei bis vier Kilogramm und das letzte Wochenende bei meinen stattlichen Ablegern. Weitere Futtergaben werde ich dann Ende August bis Mitte September tätigen.
Im Juli stünde auch noch die Honigernte am Programm. Da ich jedoch es den Bienen überlassen hatte, gibt es 2020 bei mir in der Imkerei noch keine Ernte. Der Honig dient den Bienen als Winterfutter.
Der August steht nun im Zeichen des Imkers. Kehrt bei den Bienen etwas Ruhe ein, so ist nun die Gelegenheit auch für den Imker gekommen einen mehrwöchigen Urlaub anzutreten. So auch bei mir. Zwei Wochen Urlaub stehen vor der Tür und ich werde meine Bienen auch nur über die Ferne beobachten.
Ich wünsche allen denen der Urlaub noch bevorsteht einen schönen Urlaub und allen übrigen noch einen angenehmen entspannten Sommer. Gesund bleiben!
Veröffentlicht unterAllgemein|Verschlagwortet mitZusammenfassung|Kommentare deaktiviert für Was war los im Juli 2020
Letzten Samstag den 25. Juli 2020 fand der nächste Teil der Praxis-Ausbildung der Imkerschule Wart in Niederösterreich statt. Kursort war wieder die LFS Krems. Wie schon beim Praxiskurs Teil 3 musste auch bei diesem Teil etwas improvisiert werden. Die COVID-Krise hat das Programm etwas durcheinander gewürfelt und so wurden einige Teile wiederholt und es war aber auch viel neues dabei.
Es stand nicht nur die Varroabehandlung im Mittelpunkt, sondern Helmut zeigt wie er mit einer Reinzuchtbienenkönigin einen Ableger erstellt. Dies war für mich der wertvollste Teil der vierstündigen Praxis.
Varroabehandlung mit Ameisensäure
Die Varroabehandlung führt Helmut ohne vorhergehende Diagnosen durch und geht immer davon aus, dass Ende Juli eine Varroabehandlung notwendig ist. Wie ich Euch jedoch schon im letzten Beitrag geschildert habe, führe ich jedoch immer eine Diagnose durch und entscheide aufgrund des Ergebnisses über das weitere Vorgehen. Ich möchte meine Bienen möglichst schonend behandeln und nicht unnötig mit Ameisensäure belasten.
Helmut verwendet keinen herkömmlichen Verdunster wie zB den Nasenscheider oder Liebig Verdunster, sondern er hat seine eigene Technik entwickelt. Er tränkt Holzfaserplatten in 150ml 85%ige Ameisensäure und verpackt diese in verschließbare Kunststoffbeutel. Diese können schon Wochen vorher vorbereitet werden. Die eigentliche Behandlung erfolgt dann über den eingeschobenen Diagnoseboden. Der Beutel wird geöffnet und die getränkte Holzfaserplatte ein wenig aus dem Kunststoffbeutel herausgezogen und so auf den Diagnoseboden gelegt. Die Verdunstung der Ameisensäure erfolgt nun von unten in den Stock. Ob diese Methode wirklich Zweckmäßig möchte ich hier nicht beurteilen, ich kann mir aber vorstellen, dass ein Großteil der Säure von den Bienen direkt beim Flugloch hinausgefächelt werden kann und nicht bis in das letzte Eck der Beute vordringen kann.
Mir gefällt die Methode mit dem Liebig Verdunster, der mit einer weiteren leeren Zarge oben auf die Rähmchen aufgesetzt wird einfach besser. So muss die verdunstete Ameisensäure durch die gesamte Beute über das Flugloch von den Bienen hinausgefächelt werden. Aber wie das genau funktioniert, erkläre ich Euch wenn es soweit ist.
Ablegerbildung mit Reinzuchtkönigin
Nun zur Ablegerbildung mit Reinzuchtköniginnen. Für eine Teilnehmerin hatte Helmut mehrere Reinzuchtköniginnen bereit gehalten und zeigte wie er nun ohne großen Aufwand zu betreiben einen Ableger, man könnte auch Kunstschwarm sagen, bildet. Es ist vermutlich die schonenste Art für die Bienen.
Bienenköniginnen wurden in eigenen Reinzuchtablegerkästchen bereit gestellt.
Der schwierigste Teil an der Übung ist, die Königin im Zuchtkästen zu suchen, zu fangen und sie auch zu zeichnen. Dies war auch für Helmut zumindest bei einer eine besondere Herausforderung.
Suchen und fangen der Königin.
Wurde die Königin gefangen und gezeichnet, so kommt diese in einen kleinen Käfig, dessen Öffnung mit Futterteig verschlossen wurde. Der Käfig wird nun in eine leere mit neun Rähmchen (mit Mittelwänden) ausgestattete Zarge zwischen die Rähmchen in der Mitte eingehängt. Damit auch in der leeren Zarge entsprechend für das zukünftige Volk genug Futter existiert, wird Anstelle des fehlenden zehnten Rähmchen eine Futtertasche mit Flüssigfutter gehängt. Danach wird die Zarge mit einer Bienenflucht, wie sie bei der Honigernete verwendet wird, abgedeckt.
Nun kommt der spannende Teil der Übung. Helmut nimmt von einem seiner Völker, die in den letzten Wochen brav Honig gesammelt haben, den Honigraum mit den darin sitzenden Bienen ab und setzt diesen auf die zuvor vorbereitete Beute (Gitterboden, Zarge und Bienenflucht) oben drauf. Zuletzt noch ein Deckel und fertig ist der neue Ableger.
Was passiert nun in den nächsten 24 bis 48 Stunden? Die Bienen verlassen die aufgesetzte Honigzarge nach unten über die Bienenflucht und bevölkern nun die leere Zarge mit der eingehängten Königin. Da das Flugloch verschlossen ist, beginnen die Arbeiterinnen mit dem Ausbau der leeren Mittelwände und befreien gleichzeitig durch auffressen des Futterteigs die zugesetzte Königin aus ihrem Käfig. Die Zeit die dabei vergeht, reicht aus damit sich die Bienen an die neue Herrscherin gewöhnen können.
Nach ein bis zwei Tagen ist die aufgesetzte Honigzarge leer und kann abgenommen und ausgeschleudert werden. Alle Bienen haben über die Bienenflucht die Zarge verlassen. Was spielt die Bienenflucht dabei für eine Rolle? Durch die Bienenflucht finden die Bienen nicht mehr zurück in den Honigraum und wird dabei Bienenfrei. Aber aufgepasst, es darf keine Brut im Honigraum vorhanden sein, denn sonst bleiben die Bienen bei der Brutpflege und verlassen die Zarge nicht.
Von dieser Art der Kunstschwarmbildung hatte ich zuvor noch nie gelesen, obwohl ich sehr viele Bücher im Jahr der Vorbereitung auf die Imkerei gelesen hatte. Vielleicht werde ich eines Tages auch meine ersten Reinzuchtköniginnen aufziehen und dann werde ich diese Variante sicherlich ausprobieren.
Nicht nur uns wurde beim Kurs etwas warm.
Das Helmuts Bienen echt friedlich sind, zeigt auch das nächste Video. Eines der letzten Drohnenrähmchen in dieser Saison wird von Ihm aus einer Beute entnommen und von den Bienen befreit. Das Rähmchen wird mit der Drohnenbrut eingeschmolzen und daraus das Wachs gewonnen.
Echt viel los bei den Bienen.
Keiner der Teilnehmerinnen und Teilnehmer trägt mehr einen Schleier und alle haben bereits Vertrauen zu den Bienen gewonnen. Auch wenn das Rähmchen von den Bienen befreit wird.
Am Samstag habe ich auch das ruhige Wetter genutzt und meine beiden Kunstschwärme durchgesehen. Beide haben sich in der Zwischenzeit hervorragend entwickelt und sitzen in der Zwischenzeit auf 5 sehr gut bebrüteten Waaben.
Schönes geschlossenes BrutnestAm Rand der Waabe erkennt man einen kleinen Kranz mit verdeckeltem Futter.Die Königin auf der Suche nach leeren Zellen.Auch der Bienenbesatz ist toll.
Damit sich die beiden Völker weiterhin so entwickeln, werde ich in jedes der Völker eine Futtertasche mit je 1,5 kg Flüssigfutter einhängen. Das soll den Bautrieb der Bienen fördern und ich hoffe sie werden auch die übrigen Mittelwände bis in den September noch ausbauen.