Carnica Bienenvölker – Verkauf 2022 (Restbestände)

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Für angehende Imkerinnen und Imker oder auch Kolleginnen und Kollegen die weitere Völker anschaffen wollen. In einigen Wochen gibt es noch das eine oder andere Jungvolk. Wer Interesse hat, dies ist eine gute Gelegenheit. Schreibt mir oder ruft mich an. … Weiterlesen

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Woraus besteht eigentlich Honig?

Bienenwabe

Honig besteht zu einem Großteil aus Kohlenhydraten. Genauer gesagt aus einer Zusammensetzung verschiedener Zuckerarten wie die Einfachzucker, Traubenzucker (Glukose) und Fruchtzucker (Fruktose), Zweifachzucker wie Saccharose und Maltose und verschiedene Mehrfachzucker. Es gibt über 30 verschiedene Zuckerarten. Es handelt sich im wahrsten Sinne des Wortes um das Heizmaterial der Bienenvölker. Bienen sammeln Zucker, um bei niedrigen Temperaturen die Bienentraube entsprechend zu erwärmen, um die darin befindliche Brut am Leben zu erhalten.

Honigwabe

Welche und wie viele Zuckerarten im Honig jedoch tatsächlich enthalten sind, hängt vom Standort der Völker und jener Pflanzen ab, die den Bienen als Zuckerquelle dienen. Honig besteht grob gesagt zu 80% aus Zucker und rund 20% aus Wasser. Honig besteht vor allem aus Einfachzucker. Dadurch ist er sehr leicht verdaulich und geht direkt ins Blut bzw. kann direkt als Energielieferant genutzt werden.

Verarbeitet die Bienen normalen Haushaltszucker, spaltet diese bei der Honigproduktion durch Zugabe des Enzyms Invertase zum großen Teil auf und verwandelt diesen in die beiden Einfachzucker Traubenzucker und Fruchtzucker.

Enzyme im Honig

Blütenhonig (Frühling) 500g
Blütenhonig (Frühling) 500g

Bienen führen über ihren Speichel dem Honig Enzyme hinzu. Das bekannteste Enzym ist dabei die Invertase. Bei der Qualitätsprüfung im Labor wird die Aktivität der Invertase gemessen, um nachzuweisen, wie gut die Honigqualität ist. Darüber hinaus beinhaltet Honig noch eine weitere Reihe an Enzymen. Dazu zählen Phosphatase, Diastase und Amylase. Diese Enzyme wirken antibakteriell und verdauungsfördernd.

Honig wirkt auch entzündungshemmend. Dafür verantwortlich sind die auch enthaltenen Inhibine. Inhibine sind auch so wie Enzyme aktive Inhaltsstoffe im Honig. Als Inhibine bezeichnet man ganz allgemein Stoffe, die andere in ihrer Wirkung hemmen. Honig ist dafür bekannt, dass er lindernde Wirkung bei Erkältungskrankheiten hat. Auch zeigen Studien eine gute Wirkung gegen Herpes-Viren. Das ist auch mit ein Grund, warum er oft auch in Lippenpflegebalsam angewendet wird. So wird damit versucht die im Volksmund bekannte „Fieberblase“ zu verhindern.

Antioxidantien und Flavonoide im Honig

„Anti-Aging“ ist in aller Munde! Antioxidantien und Flavonoide in der Ernährung sind als gesundheitsfördernde Eigenschaften bekannt geworden. Honig enthält viele dieser Wirkstoffe. Antioxidantien wirken im Körper als Radikalfänger. Sie können schädigende Angriffe von freien Radikalen auf Zellstrukturen und Eiweißmoleküle verhindern. Damit kann das Risiko an Krankheiten wie Arteriosklerose, Rheuma, Asthma oder Krebs wesentlich gesenkt werden. Flavonoide sind in der Ernährungswissenschaft auch als gelbe, orange und rote Pflanzenfarbstoffe und als Bitterstoffe bekannt. Hohe Anteile davon sind auch in Blütenpollen und Propolis enthalten. So wie auch in der Medizin verhält es sich auch ähnlich beim Honig. Die Honigsorte spielt dabei eine große Rolle. So enthalten bittere Honige wie zum Beispiel Buchweizen-, Edelkastanien- oder Manukahonig höhere Mengen davon und werden dadurch nicht von allen Konsumenten als besonders wohlschmeckend empfunden.

Quelle: Dr. Annette Schroeder der Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim

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Der Fehler steht immer hinter dem Kasten! Teil 2

Als Imker lernt man nie aus. Auch wenn es dieses mal nur meine Vergesslichkeit war. Wie ich Euch ja geschildert habe, hatte ich ja bei der Honigernte nur die voll verdeckelten Rähmchen aus den Honigräumen entnommen. Die noch unverdeckelten kamen gesammelt wieder auf die Völker aufgesetzt. Bei einem Volk reichte es jedoch nur für 4 Rähmchen in einer Zarge. Da das Schleudern ja nur ein bis zwei Tage dauert, wollte ich sofort danach die Zarge mit Rähmchen wieder auffüllen. Leider hatte ich darauf vergessen und dachte mir, dass die aufgesetzte Zarge ohnedies voll sei. Leider waren wir danach auch selber eine Woche im Urlaub und so kam es, dass ich in die Völker über zwei Wochen nicht mehr kontrolliert. Auch auf die Schwarmkontrolle hatte ich ja verzichtet.

Den Bienen ist dies aber egal. Die Rähmchen benötigt nur der Imker, um sich die Imkerei zu vereinfachen. Schnell machten sich die Bienen auf und bauten ihre eigenen Wabengassen. Aber seht Euch selber die nächsten Bilder an. Schon durch die Folie kann man erkennen, dass hier zwei Wabengassen bereits dazu gebaut wurden.

Fehlende Rähmchen stören die Bienen keineswegs
Wildbau befestigt an der Folie

Die zweite an der Folie befestigte Wabengasse war leicht genug und blieb an der abgezogenen Folie haften. Die erste Wabengasse war bereits mit Nektar gefüllt und zu schwer. Zum Teil war sie auch am benachbarten Rähmchen befestigt. Sie löste sich bei Abziehen der Folie und verblieb in der Zarge.

Verbleibende Wabe in der Zarge

Großartig welches Bauwerk die Bienen konstruieren. Hervorragend ist auch die Farbe des Wachs. Beinahe schneeweiß schillert es. Man kann die Wabe nicht mit den Fingern greifen, denn sie ist so zart, dass diese sofort zwischen den Fingern aufgrund des eingelagerten Nektars und dessen Gewicht zerdrückt wird.

Wundervolles Wabenbauwerk

Leider wurde durch das Abnehmen der Waben diese zerstört und so wird das Wachs in den Wachskreislauf für neue Mittelwände eingefügt. Nachdem ich die Zarge mit anderen ausgeschleuderten Mittelwänden aufgefüllt hatte, kam diese wieder auf das Volk.

Bienenstiche

Da doch sehr viele Bienen mit der Baukonstruktion beschäftigt waren und ich es nicht verhindern konnte doch eine Biene zu quetschen, bekam ich wieder einmal einen Stich in den Zeigefinger ab. Da es in dieser Saison durch die nun doch größere Anzahl an Völkern doch schon einige Stiche waren, spüre ich in der Zwischenzeit nur mehr einen kleine brennenden Schmerz und bereits einige Sekunden später habe ich es schon wieder verdrängt. Ich habe nicht gedacht, dass man sich an Bienenstiche so schnell gewöhnen kann. Auch kommt es zumindest an den Händen zu keinerlei Schwellungen mehr. Glücklicherweise musste ich noch nicht die Erfahrung machen, wie es sich anfühlt, wenn mich eine Biene im Gesicht sticht. Die eine oder andere hat mich zwar schon am Kopf in den Haaren gestochen, aber ebenfalls ohne besondere Schwellungen.

Die vermehrten Stiche sind jedoch nicht aufgrund der Aggression und Stechlust meiner Bienen zurück zu führen, sondern liegt oft daran, dass ich eine übersehe und irrtümlich einklemme. Auch verfängt sich die eine oder andere Biene in meinen Haaren und schafft es dann nicht mehr aus diesen heraus. Die Folge ist dann doch fallweise ein Stich. Ich kann in der Zwischenzeit damit ganz gut leben, sofern sich die Anzahl weiterhin so in Grenzen hält.

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Das Bienenjahr erreicht seinen Höhepunkt

Zur Sommersonnenwende am 21. Juni erreicht das Bienenjahr seinen Höhepunkt und es wird uns alle verwundern, aber die Bienen bereiten sich schön langsam auf den Winter vor. Die Königin hat den Höhepunkt ihrer Legeleistung erreicht und beginnt schön langsam wieder etwas kürzer zu treten und die Arbeiterinnen haben bereits begonnen die Rähmchen und alle Fugen und Ritzen zu verkitten. Jetzt braucht man schon einen Stockmeisel, will man ein Rähmchen aus der Zarge herausziehen. Aber bis es soweit ist und die Winterbienen herangezogen werden, dauert es doch noch ein paar Wochen.

Seit einigen Tagen blüht bei uns in der Wachau die Linde und die Bienen sind damit beschäftigt die sogenannte Sommertracht einzubringen. Dies erkennt man auch beim Ablesen der Stockwaage. Es ist durchaus möglich, dass ein starkes Volk zur Lindenblüte zwischen 5 und 7 kg Nektar einträgt. Natürlich muss dieser dann auch noch getrocknet werden und das Gewicht nimmt wieder etwas ab, aber in meiner Region ist die Linde vermutlich die ertragreichste Tracht.

Die Linde steht in Vollblüte

Bei den Linden unterscheidet man zwischen Sommerlind und Winterlinde. Die Sommerlinde blüht bereits im Juni, die Winterlinde etwas später Ende Juni bis Mitte Juli. Die Unterschiede sind fließend. Die Blätter der Winterlinde sind im Schnitt kleiner als bei der Sommerlinde. Ihre Unterseite ist blaugrün mit rostroten Haarbüscheln an den Aderverzweigungen. Hingegen sind die Blätter bei der Sommerlinde hellgrün. Abends und nachts wird der meiste Nektar abgeschieden. In der Imkerei ist sie aufgrund des sehr hohen Zuckergehalts ihres Nektars (30–74 %) und seines hohen Zuckerwerts (bis zu 3,57 mg Zucker/Tag je Blüte) eine geschätzte Tracht. Sie ist eine hervorragende Nektarquelle für Bienen, Honigerträge bis etwa 2,5 kg je Baum und Blühsaison sind möglich. Vom Lindenblütenhonig ist der „Lindenhonig“ zu unterscheiden; dieser enthält auch auf Honigtau zurückzuführende Anteile.

Honigbiene beim Nektar einsammeln

Mit der Sommersonnenwende neigt sich auch zur Freude jedes Imker die Schwarmlust der Völker einem Ende zu. Ich konnte dies auch bereits bei den letzten Kontrollen erkennen. Es waren kaum mehr Schwarmzellen zu finden. Da aktuell die Bienen ohnedies mit der Linde beschäftigt sind und erst die Honigräume geleert wurden, habe ich dieses Wochenende beschlossen erstmalig in dieser Saison auf die wöchentliche Schwarmkontrolle zu verzichten. Genauer gesagt, es war mir bei Temperaturen von um die 35° Celsius einfach zu heiß. Ich wollte nicht in dieser Hitze die Völker durchsehen und überlasse es den Bienen selber zu entscheiden, ob sie auf Urlaub fliegen wollen oder eher zu Hause bleiben. Wir werden ja nächstes Wochenende sehen, wie sie sich entschieden haben.

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Die zweite Honigernte 2022 ist im Topf

Es ist soweit, die zweite Ernte konnte erfolgreich abgefüllt werden und ich bin mit dem Ergebnis und der Menge sehr zufrieden. Es handelt sich um die bis dato erfolgreichste Ernte in meiner erst kurzen Imkereikarriere.

Erste persönliche Probeabfüllung

Auch die Qualität stimmt. Der Wassergehalt aller von mir gezogenen Proben, das sind je Kübel zwei bis drei Messungen, liegt zwischen 15,3% und 16,6%. Die Farbe ist für einen Frühjahrshonig wieder relativ dunkel, denn ich habe ja bei der ersten Ernte nur die vollverdeckelten Rähmchen entnommen und es sind daher sehr viele im Volk verblieben. Dies dürfte auch verantwortlich sein für die Farbe. Der Hauptanteil wird aber nach meiner Vermutung jedoch von der Akazie stammen. Aber macht euch selber ein Bild davon. Hier ein erstes Glas direkt abgefüllt nach dem Schleudern. Daher bitte auch nicht schrecken, wenn Profis im Glas den Schaum an der Oberfläche erkennen. Vom Honig wurde nach dem Schleudern noch nicht der Schaum, der aus dem Honig aufsteigt, abgezogen.

Was hat es mit dem Schaum auf sich?

Während des Schleudern und der hohen Zentrifugalkräfte wird sehr viel Luft vom Honig eingeschlossen. Diese Luft steigt dann während der Ruhephase in den ersten Tagen an die Oberfläche und wird bevor der Honig in die Gläser abgefüllt wird, mit einer Tortenspachtel von der Obefläche im Kübel abgezogen. Es handelt sich dabei um keine Qualitätsbeeinträchtigung, sondern um ein natürliches Verhalten des Honigs.

Fehler die man vermeiden sollte

Letztes Jahr bei meiner ersten Honigernte habe ich den Fehler begangen und die Ernte sofort nach dem eher groben Doppelsieb in Kübel zur Lagerung abgefüllt. Das Feinsieb oder auch Spitzsieb genannt, habe ich erst unmittelbar vor dem Abfüllen in Gläser eingesetzt. Also beim Umfüllen von den Lagereimern in die Abfüllkanne. Auch hier werden sicher die Profis den Fehler gleich erahnen. Honig wird je länger er lagert fester und kristallisiert im Eimer aus. Auch wenn man es nicht auf den ersten Blick im Eimer erkennen kann, er fließt durch das Spitzsieb trotz der Erwärmung auf 35° Celsius nicht mehr so schön durch das Gewebe des Sieb. Mit zunehmender Menge verlegen die feinen Kristalle die hängen bleiben das Sieb und man braucht schon einige Geduld, bis der Honig in der Kanne ist. Verzichten wollte ich auf das Spitzsieb auch nicht, denn das eine oder andere Schwebeteilchen von restlichen Wachs würde meine Kunden verunsichern, obwohl dadurch keine Beeinträchtigung der Qualität vorliegt.

In diesem Jahr habe ich direkt nach der Schleuder den Honig in eine Abfüllkanne mit aufgesetztem Doppelsieb gefüllt und unmittelbar danach durch das Spitzsieb in den endgültigen Lagereimer umgefüllt. So brauche ich nur mehr vor dem Abfüllen in die Honiggläser den aufgestiegenen Schaum abziehen und kann direkt mit der Arbeit beginnen. Aber wie sagt so schön das Sprichwort: Von Fehlern wird man Klug!

Wer mehr zum Honigausschleudern wissen möchte oder wie man die Honigschleuder und das Geschirr am besten reinigt, den darf ich auf den Artikel aus dem letzten Jahr verweisen. Hier nochmals zum nachlesen.

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Zweite Honigernte

Nachdem ich bei der ersten Ernte am 25. Mai 2022 lediglich nur die zu 100% verdeckelten Rähmchen aus den Honigräumen entnommen und den Rest in den Völkern belassen hatte, ist es dieses Wochenende an der Zeit, die zweite Ernte einzuholen. Die erste Ernte war geprägt von Fichtenhonig, der eine relativ dunkle Farbe hat. Es war auch der Wasseranteil im Honig unter 16,5% und man erkannt schon an der Fließgeschwindigkeit die Qualität. Seit einigen Tagen ist die Akazie verblüht und in kürze beginnt die Linde in unserer Gegen aufzublühen. Dadurch wird es sich vermutlich bei der aktuellen Ernte um einen sortenreinen Akazienhonig handeln.

aufgelegte Bienenflucht

Zu Fronleichnam in den Morgenstunden wurde daher die Bienenflucht eingelegt. Die Bienenflucht bleibt mehr als 24 Stunden zwischen der oberen Brutzarge und dem Honigraum eingelegt und danach sollten die Honigräume beinahe bienenfrei sein. Sie darf jedoch nicht mehrere Tage aufgelegt bleiben, denn ansonsten verbauen die Bienen das Gitter und auch das darunterliegende Absperrgitter, welches ich für diesen Zeitraum nicht entferne. Sobald ich abgeschleudert habe, werden die leeren Honigräume ohnedies wieder auf die Völker aufgesetzt. So erspare ich mir einen Handgriff und damit etwas Zeit.

Dieses mal werde ich auch testen, welche von den beiden Bienenfluchten besser funktioniert. Zur Auswahl stehen eine trapezförmige und eine runde (sternförmig). Das Bauchgefühl hat mir bei den letzten Ernten gesagt, dass die trapezförmige etwas besser funktioniert. Wir werden aber sehen. Da die runde Bienenfluch nur sehr kleine Löcher besaß, hatte ich diese mit einem Bohrer etwas nachgebohrt. So sollte der Duft der Königin besser in den Honigraum hochsteigen können und so den Arbeiterinnen den Weg zurück in die Brutzarge weisen. An den nächsten beiden Bildern kann man etwas den Unterschied der Bienenflucht erkennen.

die trapezförmige Bienenflucht

Die sternförmige hat nur in der Mitte die Löcher und 8 Ausgänge nach unten. Die trapezförmige hingen hat an allen stellen Löcher und nur zwei Ausgänge nach unten.

die runde (sternförmige) Bienenflucht

Was es mit der Bienenflucht auf sich hat, wie man sie baut und sonstige Informationen könnt ihr in meinen älteren Beiträgen nachlesen. Hier nochmals die Links zu den Beiträgen:

Bau der Bienenflucht

Bau der sternförmigen Bienenflucht

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