Erste Nachschau im Jungvolk

Nachdem ich meine Bienen aus dem Ablegerkasten in eine große Zarge übersiedelt und nachgefüttert habe, möchte ich kontrollieren, ob sie nach gut 24 Stunden das Futter in die Waben umgetragen haben. Übrigens verwende ich für meine Beuten die sogenannte “Hohenheimer Einfachbeute” im Zandermaß. Wie die genau aussieht und nach welchen Plänen ich sie im Winter gebaut habe, werde ich Euch in einem anderen Beitrag beschreiben.

Da es sich bei unseren Ablegern nicht um einen klassischen Ableger handelt, bei dem sich die Bienen die Königin selber gezimmert haben, ist der Ableger rund zwei Wochen seiner Zeit voraus. Die Königin wurde, nachdem Rähmchen aus einem Wirtschaftsvolk entnommen wurden, einen Tag später zugesetzt. Die Bienen mussten also nicht mühsam ihre eigene Königin erst heranziehen, sondern lediglich warten bis diese von ihrem Hochzeitsflug zurück kehrt und mit dem Bestiften beginnt. In der nächsten Saison werde ich selber einen klassischen Ableger aus meinen Wirtschaftsvölkern bilden und dann werde ich mir ansehen, wie sich ein solches Volk entwickelt.

Bei meiner Nachschau stelle ich wie erwartet fest, dass die eingehängte Futtertasche leer geschleckt wurde und nicht einmal mehr kleine Spuren des Zuckerwassers vorhanden sind. Also entnehme ich die Futtertasche und ersetze sie durch eine Mittelwand. Da ich nun dieses Wochenende im Zuge des Umsetzens insgesamt drei Mittelwände jedem Volk beigegeben habe, sollte dies für die nächste Woche ausreichen. Die zuerst dem Volk beigegebene Leerwabe (siehe Bild) wurde in der Zwischenzeit wunderschön ausgebaut. Ich werde erste am Freitag wieder in die Völker schauen und bin schon gespannt was ich dann entdecken werde.

Eine wunderschön ausgebaute Leerwabe.

Wichtig ist, dass man nicht sofort wieder füttert. Bis zur Winterfütterung sollten immer rund 1,5 kg Futter im Stock sein. So kann das Volk auch einige Tage Schlechtwetter, wie es jetzt zu Pfingsten herrscht, überbrücken. Wird zu viel gefüttert, tragen sie das Futter sofort um und es steht der Königin nicht mehr genug Platz für das Bestiften von leeren Zellen zur Verfügung. Dadurch wird das Volk geschwächt und es können nicht genug Bienen bis zum Winter herangezogen werden.

Auch mit dem Erweitern sollte man sich etwas Zeit lassen. Die am Rand befindlichen Brutwabe, die aus dem Mutterstock entnommen wurde, wird nun von den Bienen auch immer weniger für die Brut genützt und für das Eintragen von Pollen verwendet. Sie liegt sehr ungünstig und kann schwerer warmgehalten werden. Daher ziehen sich die Bienen immer mehr in die Mitte des Stocks zurück.

Dieser Beitrag wurde unter Ablegerbildung abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.