Teilen und Behandeln Tag X+2

Am Montag fand bei mit der Tag X+2 statt und die zum Wochenende geteilten Völker wurden mit Oxalsäure behandelt. Genauer gesagt die sogenannten Fluglinge. Diese haben sich nach dem Teilen wieder beruhigt und alle Flugbienen haben sich dort auch in der Zwischenzeit eingefunden. Ein Blick in die Kiste zeigt dies auch deutlich. Mindestens 1/3 der Bienen hat sich im Flugling niedergelassen.

Schutzmaske und Brille sind Pflicht

Wichtig ist auch zu kontrollieren, ob die gekäfigte Königin von den Arbeiterinnen erfolgreich befreit werden konnte. Wenn nicht muss sie auf alle Fälle durch die/den Imker*in befreit werden.

Für die Oxalsäurebehandlung muss auf alle Fälle Schutzkleidung getragen werden. Dazu zählen säurefeste Handschuhe und eine Atemschutzmaske. Wenn nicht eine mit einem speziellen Filter, dann zumindest eine FFP2 Maske die wir ohnedies sehr genau kennen und in großen Mengen rumliegen haben sollten. Auch wenn aktuell Temperaturen um die 35 Grad auch am späteren Abend bei uns herrschen und Schwitzen nicht vermieden werden kann, ohne Maske läuft man schnell Gefahr, dass die Atemwege verätzt werden. Die eigene Gesundheit muss immer vorgehen und ist unser wichtigstes Gut. Bei der Behandlung von 8 Völkern wie bei mir, sieht man schnell großflächige Schweißflecken und man fühlt sich dabei nicht besonders frisch, dennoch lässt sich dies nicht vermeiden.

Die Behandlung selber sollte spät am Abend durchgeführt werden, denn nur so ist auch sichergestellt, dass der Großteil der Flugbienen bereits in die Beute zurückgekehrt sind. Nur so kann auch der größte Teil der aufsitzenden Varroamilben erreicht werden.

Räuberei

Sicherlich haben erfahrene Imker bereits gemerkt, dass um diese Jahreszeit die Räuber unterwegs sind. Egal wie viel Honig bei den Völkern auch schon eingelagert wurde, die Flugbienen versuchen mit aller Gewalt noch Nektar zu sammeln. Da muss schon mal ein schwaches Volk nebenan herhalten. Daher ist es wichtig entsprechende Vorkehrungen zu treffen.

Bei Jungvölkern muss auf alle Fälle das Flugloch stark eingeengt sein. Die können sich wegen der noch fehlenden Bienenmasse nicht gut genug verteidigen. Gleiches gilt auch für die geteilten Völker. Vor allem die weisellosen Brutlinge sind da gefährdet. Durch den Abgang der Flugbienen gibt es kaum mehr Wächterbienen und auch alle übrigen Bienen sind mit der Aufzucht der vorhandenen Brut beschäftigt. Daher auch bei diesen müssen die Fluglöcher stark eingeengt werden.

Werden an den Völkern Manipulationen durchgeführt, so müssen diese genau vorbereitet werden, um sie auch rasch durchführen zu können. Je länger ein Volk offen steht, um so stärker ist die Räuberei und der Flugbetrieb rund um die Völker auch hinter der Kiste nimmt extrem zu.

Bereitet daher vor der Behandlung alles vor und legt es gleich bereit, um alles rasch abhandeln zu können. Wenn man bei geöffneter Beute drauf kommt, da fehlt mir jetzt noch ein Rähmchen oder ich habe keinen Königinnenkäfig mehr bei der Hand, dann müssen die Völker sofort wieder geschlossen werden. Nicht offen stehen lassen und zum Fahrzeug oder in die Wohnung/Haus gehen und dies dann erst holen. Das kann fatale Folgen nach sich ziehen.

Urlaub

Nach dieser Behandlung besteht nun für die Imkerin und den Imker endlich auch die Möglichkeit zwei bis drei Wochen am Stück in den Sommerurlaub zu fahren, denn der nächste Schritt erfolgt erst nachdem die Brut im Brutling ausgelaufen ist. Diesen Urlaub haben wir uns auf alle Fälle nach den doch anstrengenden letzten Wochen wohl verdient. In drei Wochen sehen wir uns also wieder.

Ich wünsche daher allen Kolleginnen und Kollegen und allen die an meinem Block Interesse finden oder sich auch nur hier her verirrt haben, einen schönen Sommerurlaub und wir sehen uns im August wieder, wenn die Fortsetzung mit der Behandlung der Brutlinge folgt.

Alles Gute und viel Erfolg Euer Michael

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