Varroa Winterbehandlung Teil 2

Wie ich Ende November in einem eigenen Blogeintrag geschrieben hatte, wollte ich eigentlich dieses Wochenende die Winterbehandlung durchführen und somit das Imkerjahr 2020 beenden. Es hätte auch das Wetter entsprechend mit gespielt, soweit man den Wetterberichten glauben konnte, aber leider hat im Osten der Hochnebel dem Ganzen einen Riegel vorgeschoben.

Seit Tagen klettert das Thermometer nicht über 2 bis 3 Grad Plus und erreicht somit nicht die Temperaturen die eine Behandlung ermöglichen würde. Seit 26. November herrschen fast zwei Wochen lange frostige Nächte, an denen die Königin ihre Eilagetätigkeit einstellt und ihr Volk eine schützende Wintertraube um sie bildet. 21 Tage später ist das Volk brutfrei und bietet die ideale Voraussetzung, um die letzten ansässigen Varroamilben mittels Oxalsäure zu entfernen. Dies nennt man auch die “Restentmilbung”! Ich kann daher nur noch warten, bis sich vielleicht die Sonne doch ein paar Stunden zeigt und die Bedingungen verbessert.

Hier noch ein Hinweis den die NÖ Imkerschule als Newsletter an Kursabsolventen in den letzten Tagen verschickt hat:

Die NÖ Imkerschule empfiehlt bei Temperaturen über +5° Grad die leicht erwärmte Oxalsäure im Träufelverfahren anzuwenden. Dazu wird der Deckel kurz aufgekippt, der Sitz der Bienentraube lokalisiert und die Flüssigkeit in die besetzten Wabengassen eingebracht. Mit Hilfe des Schwanenhalses lassen sich die 5ml pro Wabengasse rasch und effektiv verteilen. Sollte man zu einem weiter entfernten Bienenstand anreisen müssen, kann man die Flasche mit dem Behandlungsmittel in einen verschließbaren Kübel mit Warmwasser hineinstellen, um ein Auskühlen der Säure zu verhindern.

Jedes Behandlungsverfahren birgt Risiken und sollte vom Imker nicht leichtfertig durchgeführt werden. Die stetige Kontrolle der Milbenbelastung mittels Varroadiagnoselade (Stockwindel), die ganzjährigen Einträge in die Stockkarten und die Aufzeichnung der Varroabehandlungen verschaffen nicht nur einen klaren Überblick, sondern helfen bei der Erstellung eines/einer Behandlungskonzeptes/Bekämpfungsstrategie.

Für alle die es Interessiert, hier nochmals der Link zum Teil 1.

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