Teilen und Behandeln nach vier Wochen

Vier Wochen nach dem Tag-X von Teilen und Behandeln tauchen wieder einige neue Fragen auf die ich hier noch beantworten möchte.

Was tue ich wenn nach vier Wochen im Brutling die Königin noch nicht begattet ist oder keine jüngste Brut gefunden werden kann?
Viele stellen sich vier Wochen nach dem Teilen und Behandeln oft die Frage: Besteht nach vier Wochen nach der Teilung der Verdacht, dass ein Brutling weisellos ist, so sollte man dies mit einer Weiselprobe überprüfen. Dabei hängt man ein Rähmchen mit jüngster Brut aus einem anderen Volk in das vermeintlich weisellose Volk und prüft ein bis zwei Tage später, ob das Volk nachschaffen möchte. Findet man Nachschaffungszellen, hat man die Bestätigung dafür, dass die Königin vom Hochzeitsflug nicht zurückgekehrt ist. Findet man keine Nachschaffungszellen, so befindet sich im Volk eine Königin und es kann sein, dass das Wetter nicht gepasst hat und noch kein Hochzeitsflug stattgefunden hat. Daher noch ein bis zwei Wochen warten bis schönes Wetter ist und nochmals auf jüngste Brut untersuchen. Ein deutliches Zeichen dass ein Volk weisellos ist, ist wenn das Volk geöffnet wird und ein sehr lautes summen zu hören ist. Dies gilt aber nur in Kombination mit Teilen und Behandeln. Das laute Summen an sich reicht nicht aus um generell Weisellosigkeit zu diagnostizieren. Handelt es sich jedoch um ein Volk das im Rahmen von TuB absichtlich weisellos gemacht wurde wie es beim Brutling ja der Fall ist, ist das laute summen im Volk ein sehr starkes Indiz, dass keine Königin im Volk ist. Dennoch muss mit einer Weiselprobe die Diagnose bestätigt werden.

Wenn dann noch immer keine jüngste Brut oder Königin gefunden wurde, dann kann man entweder das Volk auflösen oder von einem Jungvolk eine Königin ernten und in den Brutling geben.

Beim Auflösen des Volkes schüttelt man die Bienen von den Rähmchen vor ein Volk, von dem man weiß, dass es etwas schwächer ist und Verstärkung gebrauchen kann. Zuvor muss aber bei diese Volk das Flugloch stark eingeengt werden damit sich jede Biene bei den Wächterinnen einbetteln muss. Man darf auf keinen Fall das Volk auf das andere Volk drauf setzen, auch nicht mit Zeitungspapier dazwischen. Im September beginnen die beiden Völker sich gegenseitig aufzumischen und das kann schlimm ausgehen.

Man muss auch sicherstellen, dass das Volk wirklich weisellos ist, denn ansonsten wird eine Königin von der anderen abgestochen.

Im Oktober kann ein Volk auf ein anderes Volk ohne Probleme drauf gesetzt werden. Da vertragen sich die Bienen, denn da haben die Bienen keine Chance mehr selber eine Königin erfolgreich nachzuschaffen.

Was hat es zu bedeuten wenn ein Brutling nach vier Wochen nach dem Öffnen sehr laut summt?

Ein deutliches Zeichen dass ein Volk weisellos ist, ist wenn das Volk geöffnet wird und ein sehr lautes summen zu hören ist. Dies gilt aber nur in Kombination mit Teilen und Behandeln. Das laute Summen an sich reicht nicht aus um generell Weisellosigkeit zu diagnostizieren. Handelt es sich jedoch um ein Volk das im Rahmen von TuB absichtlich weisellos gemacht wurde wie es beim Brutling ja der Fall ist, ist das laute summen im Volk ein sehr starkes Indiz, dass keine Königin im Volk ist. Dennoch muss mit einer Weiselprobe die Diagnose bestätigt werden.

Kann es sein, dass wenn eine Weiselprobe nicht angenommen wurde dennoch keine Brut gefunden wird?

Ja das gibt es. Wenn schon mehrere Wochen das Volk weisellos war, kann es sein, dass sie bereits auf dem Weg zu Drohnenmütterchen sind. Da haben die Bienen schon erkannt, dass das Volk stirbt und die Arbeiterinnen beginnen selber sich umzuentwickeln um Eier legen zu können. In dieser Zeit nehmen diese Völker keine Weiselprobe mehr an und man erkennt erst später dass das Volk drohnenbrütig ist.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Spätsommerpflege abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.